Banken Griechenlands bleiben am Montag geschlossen – Premier Tsipras sieht Schuld bei Eurozone

Home  >>  Banken Griechenlands bleiben am Montag geschlossen – Premier Tsipras sieht Schuld bei Eurozone

Banken Griechenlands bleiben am Montag geschlossen – Premier Tsipras sieht Schuld bei Eurozone

On Juni 28, 2015, Posted by , With Kommentare deaktiviert für Banken Griechenlands bleiben am Montag geschlossen – Premier Tsipras sieht Schuld bei Eurozone
Banken Griechenlands bleiben am Montag geschlossen - Premier Tsipras sieht Schuld bei Eurozone

Die Liquiditätsprobleme zwangen die Regierung zum Beschluss, dass die griechischen Banken am Montag und voraussichtlich für einige Tage (bis 7.Juli heißt es) nicht öffnen werden. Das kündigte Finanzminister Janis Varoufakis am Sonntagabend an.  Darüber hinaus werden Kapitalkontrollen eingeführt, d. h. pro Tag können die Bürger und Gäste Griechenlands pro Tag nur 200 oder 300 Euro abheben. Die konkrete Obergrenze wurde  bisher nicht bekannt. Auch die Türen der Athener Börse bleiben geschlossen. Gründe für den schleichenden Bankenrun waren die politische Unsicherheit nach der Notwendigkeit für vorverlegte Wahlen (25.1.) und die danach erneut aufkommende Diskussion über einen möglichen Grexit, d. h. einem Austritt aus der Eurozone. In den Tagen seit Freitagnacht, als Premier Alexis Tsipras vom Radikalen Linksbündnis (SYRIZA) ein Referendum über Vorschläge der Geldgeber (Reform- und Sparpaket) für den 5. Juli ankündigte, begann ein Sturm auf die Geldautomaten des Landes (siehe Foto); eurokinissi). Wegen der Unterbrechung der Verhandlungen zwischen Athen und den internationalen Geldgebern entschied am Sonntag auch die Europäische Zentralbank (EZB), die Notkredite (ELA), die seit Monaten an die griechischen Banken fließen, nicht weiter zu erhöhen. In den Monaten seit November 2014 haben die Griechen weit mehr als 30 Milliarden Euro von ihren Konten abgehoben. Die Kapitalkontrollen, die ab Montag gelten sollen, verursachen darüber hinaus auch für die privaten Unternehmen erhebliche Probleme.
Premier Tsipras hat unterdessen die Internationalen Geldgeber (Europäische Kommission, EZB, Internationaler Währungsfonds) in einer Botschaft an die Nation am Sonntagabend indirekt der Erpressung bezichtigt und ihr Vorgehen als „Schande“ bezeichnet. Diese Institutionen hätten eine Verlängerung des laufenden Hilfsprogramms für Athen um wenige Tage – es läuft am 30. Juni aus – abgelehnt. Diese Entscheidung würde nur die Haltung der griechischen Bürger verhärten, beim Referendum am kommenden Sonntag gegen die Vorschläge der Geldgeber zu votieren. (Griechenland Zeitung / rs)

  • Griechenland
  • grexit
  • Bankrott
  • Banken
  • Tsipras

    Source: Griechenland Zeitung

    Comments are closed.
    Call Now Button